»Das Subjekt im Fokus der Forschung – 2. Klagenfurter Herbstsymposium« 9./10.11.2018

Liebe Studierende und Interessierte,

hiermit weisen wir auf die kommende Tagung „Das Subjekt im Fokus der Forschung – 2. Klagenfurter Herbstsymposium zu aktuellen Ansätzen partizipativer Forschung“ hin. Diese findet am 09. und 10. November 2018 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec statt.
Die Anmeldung ist nun möglich und unter http://herbstsymposium.at/anmeldung/ abrufbar.

Im Symposium werden sowohl Ansätze der partizipativen und subjektwissenschaftlichen Forschung als auch insbesondere der Aktionsforschung sowie performative Zugänge behandelt. Ziel dieses Symposiums ist, sowohl neu Interessierten als auch Erfahrenen diese Forschungszugänge näher zu bringen und Diskussionen über verschiedene Verfahren und Forschungsstile anzustoßen. Durch unterschiedliche Formate des gemeinsamen Arbeitens (Podiumsdiskussion, Workshops, Vorträge) erwarten wir spannende Einblicke in diese Forschungsansätze, für ein breites Zielpublikum innerhalb und außerhalb der Psychologie.

Die Tagung wird an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec in Kooperation mit der Studienvertretung Psychologie, der ÖH Klagenfurt/Celovec, dem AK Qualitative Sozialforschung sowie dem AK Kritische Psychologie Klagenfurt/Celovec stattfinden.

Nähere Informationen sowie das Programm finden Sie unter: www.herbstsymposium.at

Einen Beitrag in der Zeitschrift „Forum Qualitative Sozialforschung“ zum 1. Klagenfurter Herbstsymposium im vergangenen November könnt ihr hier abrufen: http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/3036

Liebe Grüße, das Organisationsteam

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Seminar 18W

Der studentische AK Kritische Psychologie hat zum mittlerweile schon sechsten Mal ein Seminar organisiert. In diesem Semester wollen wir Vorstellungen der Kritischen Psychologie zu Erziehung diskutieren. Anrechenbar ist das Seminar im Bachelormodul zur Entwicklungspsychologie (4 ECTS). Link: https://campus.aau.at/studium/course/96442

Gisela Ulmann, Kritische Psychologin und langjährige Privatdozentin an der FU Berlin, veröffentlichte 1987 das Buch »Über den Umgang mit Kindern«, welches sie als Anti-Ratgeber verstanden wissen will: Es soll seine Leser*innen dazu einladen, Fragen nach der richtigen oder falschen Erziehungsmethode, danach, welches Ziel Erziehung haben soll oder welches »Maß« an Erziehung gegenüber Kindern das richtige/falsche ist selbst in Frage zu stellen. Stattdessen versucht sich nachzuzeichnen, was ein Erziehungs»problem« überhaupt sein soll und wie derartige Fragen historisch entstanden sind bzw. notwendig geworden sind. Sie nähert sich unterschiedlichen Situationen in der Beziehung Erwachsener mit Kindern an, in denen solche Fragen auftauchen können und klopft sie ab nach versteckten Normen und Verantwortungsprämissen und deren möglicher Rolle in der Konflikthaftigkeit einer solchen Beziehung. Demgegenüber bringt sie in beispielhafter Sprache das Menschenbild der Kritischen Psychologie in Stellung und fragt, wie sich der Blick auf Erziehung und Kindheit dadurch ändert.

Wir wollen im Seminar ihr Buch gemeinsam lesen und Kapitel für Kapitel anhand eigener Erziehungserfahrungen reflektieren. Kann uns das Buch und die Kritische Psychologie beim Verständnis von diesen helfen?

Nach dem Lesen soll das weitere Vorgehen gemeinsam festgelegt werden, bspw. geschaut werden, welche Bereiche aus kritisch-psychologischer Entwicklungs- und Lerntheorie vertieft werden sollen.

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Veranstaltungshinweis: »Solidarität als umkämpftes Terrain«

Das ÖH Referat für Gesellschaftspolitik lädt ein zum Vortrag mit Carina Altreiter und Saskja Schindler, welche ihr momentan an der Uni Wien laufendes Forschungsprojekt vorstellen werden.

Montag, 04. Juni 2018, 17.00 Uhr, Z.1.09

Solidarität als umkämpftes Terrain – Carina Altreiter & Saskja Schindler

Die Studie SOCRIS untersucht in Österreich und Ungarn den Zusammenhang zwischen der Verarbeitung gesellschaftlicher Veränderungen und politischen Orientierungen. Im Zentrum stehen dabei symbolische Auseinandersetzungen um verschiedene Formen der Solidarität. Das Projekt geht davon aus, dass Fragen des sozialen Zusammenhalts, der Gemeinschaft und gegenseitigen Hilfe, Gegenstand von Aushandlungsprozessen sind, in denen kontinuierlich bestimmt werden muss, wo und wie die Grenzen der Solidarität zu ziehen sind. Ein Prozess der durchaus von Widersprüchen und Ambivalenzen geprägt ist. Der Vortrag diskutiert erste Ergebnisse der quantitativen Befragung und widmet sich insbesondere dem Zusammenhang von solidarischen Orientierungen und Desintegrationserfahrungen, die sich u.a. an fehlender Anerkennung und politischen Ohnmachtsgefühlen festmachen lassen.

Carina Altreiter und Saskja Schindler sind Projektmitarbeiterinnen am Institut für Soziologie der Universität Wien im FWF-Projekt „Solidarität in Zeiten der Krise“. Demnächst erscheint der gemeinsam mit Jörg Flecker verfasst Beitrag „Erfolg des Rechtspopulismus durch exkludierende Solidarität? Das Beispiel Österreich“ im Buch „Arbeiterbewegung von rechts?“ herausgegeben von Karina Becker, Klaus Dörre und Peter Reif-Spirek.

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Lesekreis 18S

Liebe Studierende und Interessierte,
der AK Kritische Psychologie und die Studienvertretung Psychologie laden ab 8. März 2018 zum Lesekreis zur Einführung und Vertiefung in die Kritische Psychologie nach Klaus Holzkamp ein. Für den Anfang werden wir hierbei einführende Texte lesen, um im Laufe des Semesters dann in die Tiefe gehen zu können. Die Texte werden hierbei ca. 15-20 Seiten umfassen. Über die Text- und Themenauswahl wird basisdemokratisch abgestimmt werden und es ist KEIN Vorwissen nötig!

Wann: Alle zwei Wochen beginnend mit dem 8. März um 18 Uhr
Wo: ÖH-Wohnzimmer

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

AK Kritische Psychologie & Studienvertretung Psychologie Klagenfurt/Celovec

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Vortrag: Athanasios Marvakis »Zur Dialektik des neuen Faschismus«

Zur Dialektik des neuen Faschismus –
oder: ›Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, besonders wenn er keines hat‹
mit: Prof. Dr. Athanasios Marvakis, Sozialpsychologe an der Aristoteles Universität Thessaloniki.

Freitag, 10. November, 19 Uhr, Volxhaus (Südbahngürtel 24, ggü. Hbf)

++ Vortrag findet auf deutsch statt!++

In seinem Vortrag widmet er sich dem Aufstieg des neuen Faschismus. Wie konnte es der Neuen Rechten gelingen, eine völkisch beschränkte Solidarität wieder auf die Tagesordnung zu setzen und damit eine die Solidarität verallgemeinernde Perspektive verdrängen? Marvakis schlägt vor, diese Frage angesichts radikaler gesellschaftlicher Veränderungen zu historisieren, das heißt die mögliche Bedeutung des Faschismus in jeweils epochalen Umwandlungen untersuchen. In dieser Perspektive kann und muss man auch nach subjektiven Hoffnungen, Träumen, Erwartungen usw. suchen, die der Faschismus mit seinen barbarischen Lösungen zu bedienen versucht. Im Anschluss daran, wollen wir gemeinsam diskutieren, was diese Überlegungen für linke Gegenstrategien bedeuten können.

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13. – 14.11.17 Symposium zu partizipativer und subjektwissenschaftlicher Forschung

Hiermit laden wir euch ganz herzlich auf das Symposium mit dem Titel „Das Subjekt im Fokus der Forschung – Symposium zu aktuellen Ansätzen partizipativer Forschung“ ein. Dieses findet am 13. und 14. November 2017 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec statt.

 

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Sommerfest

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»Muss Psychotherapie politisch werden?« Podiumsdiskussion

Mittwoch, 29. März 2017, 19 Uhr, HS 4.

Mit dem neoliberalen Dogma der Selbstverwirklichung und der Individualisierung des Subjekts können auch dessen psychische Probleme ausschließlich individualisiert gedacht werden. Eva Illouz schreibt dazu: »Wenn ein Defekt immer repariert werden kann, dann muss er […] selbstgemacht sein, und wenn er selbstgemacht ist, dann kann er auch rückgängig gemacht werden.« [1] Je nach Lesart ausgerechnet oder kaum überraschend waren aus psychotherapeutischen Fachkreisen auf diese Entwicklungen bis vor kurzem keine expliziten Antworten zu hören; es fand lange keine aktualisierte Anknüpfung an die vielen politischen Diskurse statt, die es innerhalb der Psychotherapie bis Mitte der 1980er Jahre noch gab.
In letzter Zeit melden sich jedoch zunehmend Psychotherapeut_innen zu Wort, die dem Tabu einer politisch neutralen Therapie etwas entgegensetzen. Der Therapeut Richard Brouilette fragte Anfang vergangenen Jahres in der New York Times: »Should therapy strive to help a patient adjust, or to help prepare him to change the world around him?« [2] – und entfachte damit eine brandaktuelle Diskussion in Fachkreisen. Die psychotherapeutische Relevanz derartiger Fragestellungen wird auch im deutschsprachigen Raum aufgegriffen, u.a. Heiner Keupp beschreibt in einem aktuellen Interview: »Menschen, die in der Lage sind, ihre Probleme und Grenzerfahrungen mit anderen zu teilen, sind danach in der Lage, sich mit ihnen und anderen zusammenzuschließen und gemeinsam zu etwas ›Nein‹ zu sagen.« [3] Die Wichtigkeit einer derartigen Debatte zeigt sich angesichts der Funktion die Psychotherapie in Instanzen wie AMS, betrieblicher Selektion, Pensionssystem etc. hat: Eine politische Neutralität von Psychotherapeut_innen führt dazu, dass diese auf der Seite der Herrschenden stehen und so letztlich kein empathisches Angebot an ihre Patient_innen mehr bieten können.

Die Podiumsdiskussion möchte sich also ausgehend von der Behauptung, dass eine apolitische Psychotherapie die Subjektanforderungen des neoliberalen Kapitalismus reproduziert, der Frage widmen, ob und inwieweit Psychotherapie politisch werden muss und diese momentan beginnende Debatte an die Universität Klagenfurt/Celovec bringen.

Diskutieren wollen wir diese Frage(n) mit folgenden Psychotherapeut_innen:

Leonie Knebel, Kritische Psychologin, Verhaltenstherapeutin, promoviert zu subjektiven Depressionstheorien an der FU Berlin.

Johannes Ehrenthal, Professor für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse an der AAU Klagenfurt/Celovec, Psychotherapieforscher und psychologischer Psychotherapeut (TP).

Angelika Grubner, Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie), diplomierte Sozialarbeiterin, akademische Referentin für feministische Bildung und Politik, derzeit Studium der Philosophie an der Universität Wien. Autorin des Buches »Die Macht der Psychotherapie im Neoliberalismus« (Mandelbaum Verlag, 2017).

Literatur:

[1] Illouz, Eva (2011). Die Errettung der modernen Seele. Therapie, Gefühle und die Kultur der Selbsthilfe. Frankfurt am Main: Suhrkamp (pp. 327).
[2] Brouilette, Richard (2016). Why Therapists should talk politics. The New York Times, 15.03.2016. http://opinionator.blogs.nytimes.com/2016/03/15/why-therapists-should-talk-politics/
[3] Keupp, Heiner (2016). Runter von der Couch (Interview: Hans-Jürgen Arlt). OXI – Wirtschaft für Gesellschaft, 09.12.2016. https://oxiblog.de/runter-von-der-couch/

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Seminar im Sommersemester!

Auch im kommenden Semester wird es wieder ein von uns organisiertes Seminar geben! Ziel der Lehrveranstaltung ist es ein grundlegendes Verständnis der Kritischen Psychologie zu erlangen und Rassismus, Faschisierung und Emanzipation im Sinne der Kritischen Psychologie verstehen zu versuchen. Darüber hinaus wollen wir forschungsmethodologische Überlegungen der sich als marxistische Subjektwissenschaft verstehenden Kritischen Psychologie erarbeiten um am Ende des Seminars ein kritisch-psychologisches Forschungsvorhaben grob formulieren zu können. So sollen Perspektiven auf den Umgang des Subjekts mit den behandelten gesellschaftlichen Problemen entstehen können.

Weitere Infos hier und bald im ZEUS.

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»Klaus Holzkamp hat in Bologna Amore gemacht«

In der aktuellen Psychologie & Gesellschaftskritik wurde neben anderen spannenden Artikeln zum Versuch studentischer Initiativen kritische Psychologien wieder in den Diskurs zu bringen auch ein Artikel über unser Klagenfurter Seminar veröffentlicht, der zwar (noch) nicht in der UB zu finden ist, aber hoffentlich bald sein wird.

Schnur, Daniel & Manderbach, Till (2016). Klaus Holzkamp hat in Bologna Amore gemacht. Kritische Psychologie an der Universität Klagenfurt/Celovec. Psychologie & Gesellschaftskritik, 40 (3), 29-42.

Abstract: Das studentisch organisierte kritisch­psychologische Seminar zum Thema Kindheit und Lernen, welches im Wintersemester 2016/17 an der Alpen-­Adria­-Universität Klagenfurt/Celovec stattfindet, ist bereits das dritte seiner Art. Mit unseren Seminaren
versuchen wir in Zeiten von Bologna eine Psychologie wieder in die Debatte zu bringen,
welche die gesellschaftliche Vermitteltheit des Individuums mitdenkt und Machtverhältnissen mit emanzipatorischem Anspruch begegnen kann. Im Folgenden möchten wir anhand unserer Seminarerfahrungen diskutieren, welche Möglichkeiten und Probleme kritische Lehre hat und darüber hinaus die Prozesse des Lehrens und Lernens im Seminar mithilfe der kritisch­psychologischen Kategorien reflektieren.

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